K(n)opfsache – Eine Kolumne von Werner Knopf

Mein Freund, der Roboter?

Gerade las ich in der wichtigsten Wochenzeitung des Landes, dass Wissenschaftler daran arbeiten, Roboter zu Freunden des Menschen zu machen.

Glauben Sie das?
Ein Roboter ersetzt einen Freund?
Ihre Sprachprogramme können beim Lernen helfen – das ist vernünftig. Auch wenn Roboter gar nicht wissen können, was Vernunft ist. Sie führen Befehle aus, nicht mehr und nicht weniger.
Empathie? Fehlanzeige!
Wie soll so einer mein Freund sein?
Ein Freund ohne Ethik und Moral?
Ein Freund, der alles weiß, aber selbst nichts durchlitten hat?

Nichts gegen die hilfreichen Handlanger im Automobilbau, auch in der Medizin sind Roboter sehr nützlich. Aber zuhause möchte ich so ein Ding nicht haben.
„Bring mir mal einen Rotwein“, „hol mir mal die Schokolade“, und dann kommt da ein auf menschlich getrimmtes Aluteil angefahren und sagt wohlmöglich noch:

„Bitte, lieber Werner.“

Die wichtigsten Dinge im Leben lernen Menschen nur von Menschen.

Nein, danke.

Wenn ich mir meinen Rotwein nicht mehr selber holen kann, sollte ich wohl auch keinen mehr trinken.

Noch schlimmer sind Roboter im Kinderzimmer. Soll unser Nachwuchs mit dem Gefühl aufwachsen, es geht auch ohne Menschen? Reicht es nicht, wenn die Kleinen mit spätesten zehn Jahren schon in zwanzig WhatsApp-Gruppen sind?

Ja, ja, ja, jetzt heißt es wieder, der Alte hat ja keine Ahnung. Wieso redet so ein analoger Dinosaurier überhaupt von neuer Technologie?

Aber mir geht es gar nicht um Technik.

Mir geht es um Menschen. Natürlich können Menschen auch mit Hilfe von Maschinen lernen, Spaß haben und arbeiten. Aber die wichtigsten Dinge im Leben lernen Menschen nur von Menschen. Kennen Sie zum Beispiel die Statistik, die zeigt, wie wenig die Empathie der Kinder heutzutage ausgebildet ist?
Nein? Ich auch nicht. Aber ich weiß, wie wichtig Empathie für unser Zusammenleben, für unser Glücklichsein und für die Entwicklung der Menschheit ist.

Ich behaupte sogar, dass das Artensterben viel ernster genommen würde, wenn es den meisten nicht an Empathie fehlen würde. Aber das ist ein anderes Thema.

Oder nicht?

Moment, nur damit keine Missverständnisse entstehen: Ich bin nicht gegen neue Technik. Das autonome Fahren ist etwas, worauf ich mich schon sehr freue. Aber nicht wegen der Technik, sondern weil dann viele Idioten nicht mehr in den Straßenverkehr eingreifen können.
Ab dann können sie sich völlig empathielos in ihre Karre setzen und schön blöd aus dem Fenster gaffen.

Geht Ihnen das Wort Empathie langsam auf die Nerven?

Ja?

Oh, das ist ein schlechtes Zeichen. Dann habe ich wohl einen wunden Punkt getroffen. Tut mir leid. Allerdings kann ich nicht sagen, dass das keine Absicht war. Denn das wäre gelogen und lügen ist auch irgendwie empathielos.

Oder?

K(n)opfsache – Eine Kolumne von Werner Knopf

Mein Freund, der Roboter?

Gerade las ich in der wichtigsten Wochenzeitung des Landes, dass Wissenschaftler daran arbeiten, Roboter zu Freunden des Menschen zu machen.

Glauben Sie das?
Ein Roboter ersetzt einen Freund?
Ihre Sprachprogramme können beim Lernen helfen – das ist vernünftig. Auch wenn Roboter gar nicht wissen können, was Vernunft ist. Sie führen Befehle aus, nicht mehr und nicht weniger.
Empathie? Fehlanzeige!
Wie soll so einer mein Freund sein?
Ein Freund ohne Ethik und Moral?
Ein Freund, der alles weiß, aber selbst nichts durchlitten hat?

Nichts gegen die hilfreichen Handlanger im Automobilbau, auch in der Medizin sind Roboter sehr nützlich. Aber zuhause möchte ich so ein Ding nicht haben.
„Bring mir mal einen Rotwein“, „hol mir mal die Schokolade“, und dann kommt da ein auf menschlich getrimmtes Aluteil angefahren und sagt wohlmöglich noch:

„Bitte, lieber Werner.“

Nein, danke.

Die wichtigsten Dinge im Leben lernen Menschen nur von Menschen.

Wenn ich mir meinen Rotwein nicht mehr selber holen kann, sollte ich wohl auch keinen mehr trinken.

Noch schlimmer sind Roboter im Kinderzimmer. Soll unser Nachwuchs mit dem Gefühl aufwachsen, es geht auch ohne Menschen? Reicht es nicht, wenn die Kleinen mit spätesten zehn Jahren schon in zwanzig WhatsApp-Gruppen sind?

Ja, ja, ja, jetzt heißt es wieder, der Alte hat ja keine Ahnung. Wieso redet so ein analoger Dinosaurier überhaupt von neuer Technologie?

Aber mir geht es gar nicht um Technik.

Mir geht es um Menschen. Natürlich können Menschen auch mit Hilfe von Maschinen lernen, Spaß haben und arbeiten. Aber die wichtigsten Dinge im Leben lernen Menschen nur von Menschen. Kennen Sie zum Beispiel die Statistik, die zeigt, wie wenig die Empathie der Kinder heutzutage ausgebildet ist?
Nein? Ich auch nicht. Aber ich weiß, wie wichtig Empathie für unser Zusammenleben, für unser Glücklichsein und für die Entwicklung der Menschheit ist.

Ich behaupte sogar, dass das Artensterben viel ernster genommen würde, wenn es den meisten nicht an Empathie fehlen würde. Aber das ist ein anderes Thema.

Oder nicht?

Moment, nur damit keine Missverständnisse entstehen: Ich bin nicht gegen neue Technik. Das autonome Fahren ist etwas, worauf ich mich schon sehr freue. Aber nicht wegen der Technik, sondern weil dann viele Idioten nicht mehr in den Straßenverkehr eingreifen können.
Ab dann können sie sich völlig empathielos in ihre Karre setzen und schön blöd aus dem Fenster gaffen.

Geht Ihnen das Wort Empathie langsam auf die Nerven?

Ja?

Oh, das ist ein schlechtes Zeichen. Dann habe ich wohl einen wunden Punkt getroffen. Tut mir leid. Allerdings kann ich nicht sagen, dass das keine Absicht war. Denn das wäre gelogen und lügen ist auch irgendwie empathielos.

Oder?